Wie auch in New York sind wir in Miami Beach fast jeden Abend erst recht spät wieder ins Hotel zurückgekommen und dann sofort ins Bett gefallen. Deshalb gibt es nun wieder eine Zusammenfassung der letzten Tage.
Wie bereits berichtet hatten wir ursprünglich vorgehabt am Sonntag nach Cape Canaveral zu fahren um dort den Start der Atlantis zu sehen, doch “Ernesto”, ein “tropischer Sturm”, den die Medien zur neuen Katrina hochgespielt haben, liess die NASA den Start verschieben. Stattdessen sind wir dann in den Everglades National Park gefahren und haben dort die Bekanntschaft einiger Riesengrashüpfer, Krokodile, Gekos, Vögel, Fischen und natürlich jeder Menge Moskitos. Gestochen wurden wir jedoch nur im Hotelzimmer.
Wir sind mit unserem Auto bis nach Flamingo an den Golf von Mexiko gefahren und konnten dort noch die Auswirkungen der Wirbelstürme des letzten Jahres sehen. Wir haben uns dann ein Kanu gemietet und sind dann in Richtung Innenland gepaddelt. Irgendwie hat das (mir) jedoch keinen Spass gemacht. Wir fuhren die ganze Zeit einen künstlichen Kanal entlang, keine Tiere ausser Vögel zu sehen und andauernd vorbeifahrende Motorbote, die das Kanu ordentlich ins schwanken brachten. (Bastian: Man konnte aber wenigstens den Geist von Abenteuer und Natur erleben, nicht wie mit dem Motorboot)
Auf meinen Wunsch hin haben wir dann vorzeitig umgekehrt und haben stattdessen eine geführte Tour mit einem Boot gebucht. Leider war dies auch nicht so toll, ausser Vögeln, Bäumen und einem einzigen Krokodil gab es nur Wasser zu sehen. Aufregender wäre wohl eine Fahrt mit einem Propellerboot gewesen, dies wurde dort jedoch nicht angeboten.
Der neue Starttermin wurde Sonntag abends von Montag auf Dienstag verschoben, da die Techniker anscheinend noch einen Tag länger brauchten um das Shuttle, nach dem der Blitz in die Startrampe eingeschlagen war, komplett durchzuchecken. Dienstags wurde der Termin dann vorläufig aufgehoben und es wurden Vorbereitungen getroffen das Shuttle wieder in den Hanger zu fahren. Mittwoch morgens wurde dies auch durchgeführt, bis sich man dann auf halber Strecke doch dazu entschied das Shuttle wieder zur Rampe zufahren. Da es nun mindestens acht Tage dauerte das Shuttle wieder für den Start klar zu machen, war dieser für uns nun gelaufen.
Da die Wettervorhersage für die nächsten Tage nicht rosig waren wollten wir eigentlich dann endlich auf die Keys fahren, doch diese waren seit Montag für Touristen gesperrt. Da wir das Wetter noch ausnutzen wollten solange es gut war haben wir dann den halben Tag am Strand verbracht. Nachmittags sind wir dann nach Palm Beach gefahren und haben dort ein wenig Sightseeing in den Villenvierteln gemacht. Im Sonnenuntergang sind wir dann zurück nach Miami Beach gecruist.
Am Dienstag sind wir dann aufgrund der Wetterlage zur Sawgrass Mall gefahren und sind dort was rumgelaufen. Mehr konnten wir an diesem Tag nicht machen, da so gut wie alle Läden und sonstigen öffentlichen Einrichtungen aufgrund des Hurricanes geschlossen waren. Wir haben dann die restliche Zeit im Hotel verbracht und die Sondersendungen im Fernsehen geschaut. Abends bin ich dann mal im strömenden Regen an den Strand gegangen um mir das Schauspiel live anzuschauen (und natürlich klatsch nass wieder ins Hotel gekommen).
Da sich “Ernesto” nicht wie angekündigt zu einer neuen Katastrophe entwickelte, sind wir am Mittwoch, obwohl sie eigentlich noch gesperrt waren, auf die Florida Keys gefahren. Die Fahrt war sehr interessant, da man zum Teil auf sehr schmalen Stücken Land fährt, die durch den Regen noch mehr Wasser aufwiesen als üblich. Wir hatten gehofft, dass die Parks schon wieder auf haben, weil wir gerne noch schnorcheln gehen wollten. Dies war jedoch nicht der Fall.
Glücklicherweise hatte jedoch das “Theater of the Seas” teilweise geöffnet, so dass es möglich war mit den Delphinen zu schwimmen. Alle anderen Anbieter hatten nämlich ebenfalls an diesem Tag noch geschlossen. Bastian hatte dann jedoch wegen dem nicht so tollen Wetter doch nicht soviel Lust ins Wasser zu steigen und so hatte ich zwei Delphindamen für mich alleine und eben auch eine halbe Stunde für mich alleine. (In der Regel teilt man sich die Zeit und die Delphine mit sechs oder mehr Leuten.) Delphine sind echt tolle Tiere und das schwimmen, tauchen, tanzen, knutschen und spielen hat echt Spass gemacht. Auch Bastian, obwohl er eigentlich nur Zuschauer war, ist nicht zu kurz gekommen. Da wir die einzigen waren, hatte auch er die Möglichkeit die Tiere zu streicheln und sich küssen zu lassen.
Nach dieser Aktion sind wir dann weiter in Richtung Key West gefahren. Auf dem Weg gab es nichts erwähnenswertes, da fast alles geschlossen war. Das Wetter war aber besser als wir gedacht hätten. Wolken gab es kaum (aber auch nicht wirklich viel Sonne), es war wirklich warm, nur ab und zu tröpfelte es ein wenig. Key West selber war auch relativ langweilig weil dort nichts los war. Wir haben uns nach einem kleinen Spaziergang dann auch wieder auf den Heimweg gemacht. Wieder im Hotel wollten wir dann noch Hummer essen gehen und sind, nachdem wir uns frisch gemacht haben, in Richtung North Miami Beach gefahren. Der Laden hatte jedoch schon zu, und so sind wir umsonst gefahren.
Donnerstags hatten wir dann die Wahl zwischen erneut Florida Keys um dort schwimmen und schnorcheln zu gehen oder Kennedy Space Center. Da wir keine Bestätigung hatten, dass die Parks auf den Keys tatsächlich geöffnet waren, haben wir uns dann für letzteres entschieden. Das Wetter war übrigens richtig toll morgens und wir hatten Glück, dass wir uns keinen Sonnenbrand geholt haben. Mittags zog es sich jedoch zu, und wir durften leider nicht auf der Aussichtsplattform nach draussen um dort Bilder von der Abschussrampe inklusive Shuttle zu machen. Im Nachhinein wären wir wohl besser zu SeaWorld gegangen, aber nun war Bastian wenigstens auch mal im Kennedy Space Center. Auf dem Rückweg sind wir dann sogar noch endlich Hummer essen gegangen, was wir sicherlich in Zukunft öfters machen werden.
Am Freitag sind wir dann noch etwas in Miami Beach shoppen gegangen. Jetzt war richtig geiles Wetter und wir wollten gar nicht abreisen. Nachdem wir dann noch kurz am Strand waren, wo Bastian sich seine obligatorische Sand- und Wasserprobe geholt hat. Im Anschluss ging es dann Richtung Fort Lauderdale von wo wir über New York nach Frankfurt fliegen wollten.
Damit wäre der Urlaub eigentlich abgeschlossen gewesen, wäre da nicht “Ernesto” gewesen, aber dazu mehr im nächsten Eintrag.